bürstadt: mittendrin

Das integrierte Handlungskonzept

Das Integrierte Handlungskonzept stellt den Handlungsrahmen für die Umsetzung des Förderprogramms “Aktive Kernbereiche” und damit die Grundlage für die zukünftige Entwicklung der Bürstädter Innenstadt dar.

Das Konzept fußt auf einer breit angelegten Analyse, die auf Grundlage von bestehenden Gutachten, Datenrecherchen, Begehungen, Experteninterviews sowie Befragungen der Eigentümer und Gewerbetreibenden erstellt wurde. Für die verschiedenen Handlungsfelder (insbesondere Einzelhandel, Wohnen, soziale Infrastruktur, Städtebau, Verkehr und Freiräume) wurden daraufhin die Stärken / Potenziale und Schwächen / Risiken sowie Handlungsansätze herausgearbeitet.

Als Ergebnis formuliert das Integrierte Handlungskonzept die Leitlinien der Kernbereichsentwicklung und stellt einen Katalog an Maßnahmen und Strategien auf, die die Stärkung der Innenstadt zum Ziel haben.

Bearbeitet wurde das Konzept durch die “NH-ProjektStadt” der Nassauischen Heimstätte aus Frankfurt, die sich seit Juli 2009 intensiv mit der Kernstadtentwicklung Bürstadts auseinander gesetzt hat. Das Büro wurde unterstützt durch die Fachämter der Stadtverwaltung sowie insbesondere durch die rege Mitarbeit der Lokalen Partnerschaft, die sich insgesamt acht Mal zur Begleitung des Prozesses zusammenfand.

Im Integrierten Handlungskonzept werden drei prioritäre Maßnahmenbereiche dargestellt:

  • Der Zentrale Innenstadtbereich als wichtigster Handlungsbereich: der verkehrsberuhigte Bereich der Nibelungenstraße und der Marktplatz sollen funktional und gestalterisch zusammengeführt und als gewerblicher und kommunikativer Mittelpunkt und Anker der Innenstadt ausgestaltet werden.
  • Im Bereich Mainstraße sollen die bestehenden Defizite beseitigt werden, in dem die Voraussetzungen für eine bauliche Entwicklung des Areals Mainstraße 14-20, das durch eine Brachfläche sowie baufällige Gebäude geprägt ist, geschaffen werden. Das sog. Wohn- und Geschäftshaus “Heiser und Friedrich” – ein langjähriger Leerstand in prominenter Lage neben dem historischen Rathaus – soll modernisiert und umgenutzt werden
  • Der Bahnhof und sein Umfeld. Hier sollen das Gesamterscheinungsbild und die Nutzerfreundlichkeit des Bahnhofbereiches aufgewertet und die Voraussetzungen für ein geordnetes Parken geschaffen werden.

Die baulichen Maßnahmen sollen durch weitere Instrumente begleitet werden, die wichtige Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Innenstadtentwicklung darstellen:

Zu nennen sind hier zum einen der Aufbau bzw. die Intensivierung eines City- und Geschäftsflächenmanagements, das sich aktiv um die Weiterentwicklung der innerstädtischen Nutzungen sowie um die Gewerbetreibenden kümmert. Der Stadt Bürstadt standen hier bis 2015 durch das Förderprogramm Lokale Ökonomie zusätzliche Fördergelder für Gewerbetreibende und Eigentümer zur Verfügung, um die gewerbliche Entwicklung in der Innenstadt zu stützen.

Weitere Bausteine sind beispielsweise ein Wohnraumentwicklungskonzept sowie Gestaltungsleitlinien für Gebäude, die wichtige Rahmenbedingungen für die Innenstadtentwicklung definieren sollen.

Die Einbindung der Akteure z.B. durch Beratung und Ansprache auf Veranstaltungen, aber auch durch Gründung einer Standortgemeinschaft stellen zudem wichtige Elemente des Konzepts dar.

Genauere Informationen zu den Maßnahmen sowie zum aktuellen Projektstadt erhalten Sie unter "immer aktiv" und "sichtbare Erfolge".